gn

Freies Schwimmen für Fische in der Vechte

Birkner lobt grenzüberschreitendes Projekt

vom 26.10.2011

gn   In der Vechte und in der Dinkel können Fische im Bereich der Grafschaft, der Niederlande und Nordrhein-Westfalen weitgehend störungsfrei gegen die Strömung in Richtung der Quelle schwimmen. Der designierte niedersächsische Umweltminister Dr. Stefan Birkner (FDP) lobte das Projekt gestern in Nordhorn als „hervorragendes Beispiel grenzüberschreitender Zusammenarbeit“. Staatssekretär Birkner sprach von einer „Vorreiterrolle“, die die Region hier einnehme.

Von Manfred Münchow - Nordhorn. An der Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit von Vechte und Dinkel wird bereits seit zehn Jahren gearbeitet. An Wehren wurden Umgehungsgerinne oder Borstenfischpässe angelegt, zudem wurden Kulturstauanlagen zu Sohlgleiten umgebaut.

Vor Vertretern des Landkreises, des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und der niederländischen Waterschap Vecht und Velt, Repräsentanten der Kommunen sowie der Wasser- und Naturschutzverbände betonte Birkner, dass es neben der Zusammenarbeit von Politik und Kommunen auch darauf ankomme, die gesellschaftlichen Gruppen mit einzubeziehen, um europäische Vorgaben wie die der Wasserrahmenrichtlinie vor Ort mit Lösungen umzusetzen, die von allen Beteiligten akzeptiert werden. „Die ist an Vechte und Dinkel sehr gut gelungen“, sagte Stefan Birkner gestern im Kreishaus. Die Leiterin der NLWKN-Geschäftsstelle in Meppen, Dorothea Altenhofen, bedankte sich bei allen Beteiligten für das Erreichte und erwähnte besonders die Mitarbeit der Lebenshilfe bei der praktischen Umsetzung der notwendigen Arbeiten.

Vechte Oktober 2011 

Nach Darstellung des Ersten Kreisrates Hans-Werner Schwarz steht bei den Fließgewässern der Hochwasserschutz ganz oben auf der Aufgabenliste. Da es aber einen absoluten Schutz nicht geben könne, sollte nach vertretbaren Möglichkeiten gesucht werden, Hochwasserrückhaltung zu betreiben. Dabei gestalte sich die bisherigen Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft – als Bewirtschafterin der meisten Flächen – in der Grafschaft sehr gut.

Doch der Erste Kreisrat wies auch darauf hin, dass neben der Aufwertung der Natur im Bereich des Vechtetales auch über eine touristische Nutzung nachgedacht werden müsse. Schließlich sei das Vechtetal mit seinen 70 Kunstwegen-Projekten „das größte Freilichtmuseum Europas.“

Dass Verbesserungen im Bereich des Laufes der Vechte auch gut für die Entwicklung des Tourismus sind, betonte auch Deichgraf Wim Wolthuis von der niederländischen Waterschap Velt und Vecht. In diesem Zusammenhang sei auch die Befahrbarkeit der Vechte ein Thema, ebenso wie Rad- und Wanderwege und deren Vernetzung. Ziel sei es, das Vechtetal besser erlebbar zu machen. Es müsse bekannt werden wie etwa das Moseltal.

Doch nicht nur Theorie stand gestern auf dem Terminplan des FDP-Landeschefs Birkner, der aller Voraussicht nach im Januar die Nachfolge des niedersächsischen Umweltministers Hans-Heinrich Sander übernimmt. Im neuen blauen „Kulturbus“ des Landkreises nahmen Birkner und weitere Ehrengäste der Visite hinter schwarz getönten Scheiben Platz und Erster Kreisrat Schwarz setzte sich hinters Lenkrad. In einer kurzen Reise ging es zu den umgebauten Wehren an der Dinkel und an der Vechte in Neuenhaus, die mit jeweils einem Umgehungsgerinne versehen wurden. Im Raum Emlichheim ging es mit Vertretern der Waterschap Velt und Vecht kurz über die Grenze zur Grenzaa, die auf niederländischer Seite „Schoonebeekerdiep“ heißt.

gn

Auszeichnung für Jens Liebermann

Gewässerwart berät Angelvereine

vom 30. Juli 2011

jenslgn Nordhorn. Mit dem Silbernen Verbandszeichen ist Jens Liebermann, ehrenamtlicher Gewässerwart des Sportfischervereins Nordhorn, kürzlich bei der Jahreshauptversammlung des Sportfischerverbandes im Landesfischereiverband Weser-Ems ausgezeichnet worden. Liebermann erhielt die Auszeichnung für seine langjährige Tätigkeit als Flussgebietsbeauftragter für die Vechte. Hauptaufgabe der Flussgebietsbeauftragten ist die Verbesserung der Durchgängigkeit der Flüsse. Zu diesem Zweck arbeiten die Flussgebietsbeauftragten eng mit Naturschutzverbänden, Wasserbehörden und Unterhaltungsverbänden zusammen. Unterstützt werden sie dabei von einem hauptamtlichen Diplom-Biologen des Sportfischerverbandes.

Jens Liebermann, dessen Zuständigkeitsbereich die gesamte Vechte auf niedersächsischem Gebiet umfasst, führt aber auch selbst Überprüfungen der Fischaufstiegsanlagen durch, bestimmt regelmäßig die Artenvielfalt des heimischen Flusses und berät die örtlichen Angelvereine bei fischereiökologischen Fragen.

Das Foto zeigt links den Präsidenten des Sportfischerverbandes Bernhard Pieper, in der Mitte Jens Liebermann und rechts Vizepräsident Heinz Gräßner.

 

gn

vom 18. Juli 2011

Ein „toller Hecht“ aus dem Vechtesee

hecht

gn Nordhorn. Einen „tollen Hecht“ hat der Nordhorner Timo Alferink kürzlich mit seiner Angel aus dem Vechtesee gezogen: Ganze 112 Zentimeter lang ist der Raubfisch, den der Nordhorner am Ostufer des Sees plötzlich an der Angel hatte. Alferink hatte einen speziellen künstlichen Köder eingesetzt, um den schnappenden Räuber „an den Haken“ zu bekommen. Hechte gelten als aggressive Räuber, fressen neben Fischen auch Frösche, Vögel und kleinere Säugetiere und mitunter ihre eigenen Artgenossen. Besonders wohl fühlen die Fische sich in den deckungsreichen Uferzonen von Seen und Flüssen. ... 

 


gn

vom 16. Juni 2011

Angelvereine setzen wieder Aale aus

Schutzprogramm

GN-2011-2
 

gn Nordhorn. Rund 20000 Glasaale setzen die Nordhorner Sportfischer auch in diesem Jahr wieder in heimischen Gewässern aus, um die bedrohteste heimische Fischart, den Aal, zu erhalten. In den vergangenen Wochen begann das Aussetzen der Fische in Kanalabschnitten und der Vechte

Wegen der Überfischung an der Atlantikküste erreichen zu wenige Jungaale noch ihren natürlichen Lebensraum in Flüssen, Bächen und Seen. Der Sportfischerverein Nordhorn bringt deshalb seit rund 30 Jahren jeweils im Frühsommer rund 500 Kilogramm Satzaal (Jungfische von 25 bis 30 Zentimetern Länge) in seinen 200 Kilometer Vereinsgewässern aus. Rund 6000 Euro gibt der Verein dafür jedes Jahr aus.

Inzwischen hat man nicht zuletzt aufgrund der Forderungen der Angler in ganz Europa das Problem der vom Aussterben bedrohten Aale erkannt, die EU und das Land Niedersachsen fördern Maßnahmen zur Erhaltung der Aalbestände mit erheblichen Zuschüssen. Seit über 15 Jahren beteiligen sich nebem dem Nordhorner Angelsportverein auch alle übrigen Grafschafter Angelvereine an diesem Projekt.

  

gn

vom 4. März 2011

Wechsel an der Spitze

Sportfischerverein verabschiedet Vorsitzenden mit „Standing Ovations“

Hermann Kinne gibt nach 37 Jahren den Vorsitz des Sportfischervereins Nordhorn ab. Matthias Bönemann übernimmt die Verantwortung.

GN-2011-1

gn Nordhorn. Die Jahreshauptversammlung des Sportfischervereins Nordhorn stand ganz im Zeichen einer großen Wachablösung. Nach 37 Jahren Vorstandsarbeit gab der 1. Vorsitzende, Hermann Kinne, sein Amt an Matthias Bönemann ab. Bönemann wurde einstimmig von allen 151 anwesenden Vereinsmitgliedern in sein neues Amt gewählt. Nachdem Hermann Kinne in einer launigen Rede seine langjährige Amtszeit noch einmal Revue passieren ließ, erhoben sich alle Anwesenden im Saal und es gab „Standing Ovations“ für ihn. Sichtlich bewegt nahm Kinne die Dankesbekundungen entgegen.

Matthias Bönemann erklärte in seiner Antrittsrede wie der Verein sich nach der Ära „Kinne“ neu positionieren werde. Es wurden mit den Vorstandsmitgliedern neue Verantwortlichkeiten festgelegt.

Der Sportfischerverein Nordhorn besteht aktuell aus 2436 Vereinsmitgliedern. Eine Vielzahl von Gewässern begründet die Stärke des Vereins. Diese Gewässervielfalt bietet den Mitgliedern, die aus einem großen Einzugsgebiet kommen, viele Möglichkeiten zur Ausübung ihres Hobbys. Hinzu kommen über 100 Jungangler unter 14 Jahren, die mit einem Jugendschein in Begleitung eines Vereinsmitgliedes, mit dem Angeln vertraut gemacht werden. Ferner führt der Verein jugendliche Nichtmitglieder unter Aufsicht kompetenter Betreuer an die Angelei heran. Zweimal wöchentlich, von April bis Oktober, können sich diese am „See an der Lebenshilfe“ mit der Praxis anfreunden. Ebenfalls richtet der Verein im Sommer an verschiedenen Orten Ferienpassangeln aus.

Der Sportfischerverein Nordhorn, betreut, bewirtschaftet und befischt 117 km Kanäle, 50 Kilometer Vechte mit Altarmen, die Lee mit Nebengewässern und fünf Baggerseen mit 36 Hektar Wasserfläche. Dem Ressortbericht der Gewässerwarte, vorgetragen von Ralf Schmidt, war zu entnehmen, dass im letzten Jahr wieder gute Fänge zu verzeichnen waren. Zur Stützung und Erhaltung des Fischbestandes hatte der SFV rund 30000 Euro ausgegeben. Das Programm zur Sicherung des stark gefährdeten Aalbestandes unterstützt der Verein seit drei Jahrzehnten mit 500 Kilogramm Satz- und Farmaal. In regelmäßig vom Verein veranstalteten Fischerkursen werden in Nordhorn, Emlichheim und Twist immer wieder neue Sportfischer ausgebildet.

30 Mitglieder wurden für 25-jährige, 17 für eine 40-jährige und ebenfalls 17 Angler für eine 40-jährige und ununterbrochene treue Mitgliedschaft geehrt. Vereinsmeister wurde Helmut Klompmaker. Vereinsmitglied Hermann Tallen wurde für den Fang eines 8-pfündigen Zanders ausgezeichnet. Marco Müller fing einen Karpfen von 37 Pfund. Hendrik Rosemann konnte einen Hecht von 19 Pfund und Sportkamerad Switzer einen Rapfen von 7 Pfund in ihr Fangbuch eintragen. Alle Fänger erhielten einen Pokal.

Der Vorstand des Sportfischerverein Nordhorn setzt sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender Matthias Bönemann, 2. Vorsitzender Hermann Kinne, 1. Schriftführer Dieter Mers, 2. Schriftführer Paul Lütkes, Jugendwarte Hermann Nortmann und Günter Hoegen, Gewässerwarte Ralf Schmidt, Jens Liebermann und Hans-Jürgen Berlinke. Dem erweiterten Vorstand gehören an Dieter Naber, Theo Albering und Johannes Urlitzki. Das Gemeinschafts-Anangeln findet am 8. Mai in Georgsdorf statt.

 

...zurück zur Startseite