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Vechte darf zurück in ihr altes Bett

GN vomt  08.08.2012  

Lokales     Landkreis

Landesbehörde für Wasserwirtschaft erteilt Erlaubnis für Renaturierung

Der Vechtealtarm bei Frenswegen, nordöstlich der Bundesstraße 403, soll wieder an den Flusslauf angeschlossen werden. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hat nach eigener Mitteilung jetzt das Vorhaben des Landkreises Grafschaft Bentheim genehmigt.


gn Nordhorn / Oldenburg. Ziel der Maßnahme ist es, im Bereich Frenswegen (genauer: am Altarm Nr. 33) den ursprünglichen Flusslauf wiederherzustellen. Damit will der Landkreis Grafschaft Bentheim unter anderem der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie folgen, die bis zum Jahr 2015 für die Gewässer einen guten ökologischen Zustand fordert.

Vechte„Insgesamt wird so eine rund 400 Meter lange Fließstrecke für die Vechte zurück gewonnen, die während der Ausbau- und Begradigungsarbeiten der 1960er- und 70er-Jahren abgetrennt wurde und sich noch weitgehend im ursprünglichen Zustand befindet“, berichtet Eva-Maria Hamer vom NLWKN. Im Innenraum der „neuen“ Flussschleife solle sich nach Absenkung eigendynamisch eine ökologisch wertvolle Auenlandschaft entwickeln.

Nach dem Anschluss des Altarmes sorgt ein Absperrdamm dafür, dass das Wasser nicht mehr durch den bisherigen, begradigten Flusslauf strömt. „Um die Hochwasserneutralität des Vorhabens zu gewährleisten, wird der Damm so gestaltet, dass Wassermengen bis zu einem mittleren Hochwasserabfluss künftig über den wieder angeschlossenen Altarm fließen, während höher auflaufende Hochwasserereignisse über die Krone des Absperrdamms in das bisherige, begradigte Flussbett abgeschlagen werden“, ergänzt Hamer.

Die veranschlagten Kosten des Projektes liegen bei rund 380000 Euro. Die Baumaßnahme wird aus Mitteln des Niedersächsischen Umweltministeriums, der Europäischen Union und des Landkreises Grafschaft Bentheim finanziert.

  


 gnKleine Raupe - große Sorgen

Eichenprozessionsspinner breitet sich in der Grafschaft aus

vom 14.6.2012

GN  Landkreis

 

Seit ungefähr zehn Jahren breitet er sich deutschlandweit aus, inzwischen ist er auch in der Grafschaft Bentheim angekommen: Der Eichenprozessionsspinner. Seine Raupe ist mit feinen Haaren übersät, die bei Menschen allergische Reaktionen hervorrufen können.

 

 

gn/ab Nordhorn / Veldhausen. Dieser an sich völlig harmlose, kleine graue Schmetterling ist eigentlich nicht weiter besorgniserregend, wären da nicht seine Jugendstadien: schwarz-dunkelgraue, etwa drei Zentimeter lange Raupen, die mit langen, silbrigen Haaren und ihrer besonderen Fortbewegungsweise, nämlich in langen Ketten Raupe an Raupe, faszinieren. Diese bis zu zwei Zentimeter langen, innen hohlen Haare – eigentlich ein Schutz der Raupen gegen Fressfeinde – sind das eigentliche Problem: Sie enthalten ein Nesselgift, das bei Berührung allergische Reaktionen beim Menschen auslösen kann. Die Beschwerden können dabei von juckenden, wie verbrannt aussehenden Hautstellen bis hin zu Asthmaanfällen führen.

 

Eichenprozessionsspinner-2Die Härchen können auch leicht vom Wind verweht und eingeatmet werden. Die Raupen und die Kokons, in denen sie sich für die nächste Häutung zumeist am Baumstamm einspinnen, sollten also nicht berührt werden. Auch nach der Häutung bleiben die Haare in den Kokons zurück. Neben massiven Fraßschäden an den befallenen Bäumen – meistens Eichen – sorgen die Raupen des Eichenprozessionsspinners also für eine Gesundheitsgefährdung auch beim Menschen. Die Stadt Nordhorn bekämpft deshalb die nun auch im Stadtgebiet häufiger auftretenden Raupenkarawanen und Nester mit dem Einsatz von Insektiziden, die die Raupen abtöten.

 

In Nordhorn wandert der Befall momentan von Südosten her in das Stadtgebiet ein. Fundstellen sind bisher unter anderem in der Blanke, am Heseper Weg/Osttangente und am Ems-Vechte-Kanal, Wasserstraße. Das Vorkommen und die Anzahl der Individuen hält sich bisher allerdings noch in Grenzen.

 

Die Mitarbeiter des Fachbereichs Öffentliche Flächen nehmen seit Anfang der Woche verstärkte Baumkontrollen im Stadtgebiet vor und bekämpfen vorhandene Raupen und Kokons. Vorrangig unter Kontrolle sind hierbei Schulhöfe und Kindergärten sowie deren Umfeld. Eichenprozessionsspinner-1 

 

Die Stadt Nordhorn rät ihren Bürgerinnen und Bürgern dringend, Raupen und Nester nicht zu berühren und dies auch unbedingt den Kindern deutlich zu machen. Grundstückseigentümern mit Eichenbeständen empfiehlt die Stadt eine Kontrolle auf Eichenprozessionsspinner und gegebenenfalls die Hinzuziehung eines Fachbetriebs aus der Schädlingsbekämpfung, da die Stadt Nordhorn auf privaten Flächen nicht tätig werden kann.

 


 

 

   gn110 Kilo Mini-Aale „zu Wasser gelassen“   

 

Nordhorner Sportfischerverein unterstützt mit EU-Hilfe Aalbesatzprogramm

 vom 12.6.2012 

gn Nordhorn. Anfang Juni wurde das bislang größte Aalbesatzprogramm in der Geschichte des Sportfischervereins Nordhorn durchgeführt. 110 Kilogramm so genannter „Farmaale“ wurden auf bereitstehende Helfer verteilt und in die Gewässer der Grafschaft Bentheim eingebracht.

Aalbesatz-2012-3Aber auch alle anderen Grafschafter Angelvereine kamen zum vereinbarten Treffpunkt in Nordhorn, um sich an dem von der Europäischen Union geförderten Aal-Rettungsprogramm zu beteiligen und viele Kilos Farmaale in die Gewässer um Nordhorn, Neuenhaus und Schüttorf einzusetzen. Aalbesatz-2012-2

Gewässerverunreinigungen, Querverbauungen und Überfischung der Glasaalbestände haben dazu geführt, dass der europäische Aal (Anguilla anguilla) mittlerweile als stark gefährdete Fischart gilt. Mit dem regelmäßigen Besatz der kleinen Mini-Aale versuchen die Angelvereine diese Fischart vor dem Aussterben zu bewahren. Der Aalbesatz kostet allein für den Nordhorner Verein 7900 Euro, woran sich die EU mit einem Zuschuss in Höhe von 50 Prozent beteiligt.

 

   


 

 

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Keine Sorge um Nachwuchs

 Sportfischer Nordhorn: Hans-Jürgen Olthoff Vereinsmeister 2011

vom 3.3.2012

 

gn   Über mangelnden Nachwuchs können sich die Sportfischer Nordhorn nicht beklagen. Allein im vergangenen Jahr gab es vier Lehrgänge für insgesamt mehr als 100 Nachwuchsangler.

gn Nordhorn. Viele Fische, davon etliche kapitale Exemplare, konnten im vergangenen Jahr von den Anglern des Sportfischervereins Nordhorn gefangen werden. Darüber berichtete Gewässerwart Ralf Schmidt auf der im Nordhorner Ver einslokal Bonke durchgeführten Jahreshauptversammlung. Zur Stützung des bedrohten Aalbestandes wurden außerdem rund 20000 kleine Farmaale in die heimischen Gewässer eingesetzt.

JHVDer Vorsitzende erläuterte in seinem Jahresbericht die Ereignisse, die für den mittlerweile rund 2500 Mitglieder zählenden Verein im Jahr 2011 von besonderen Bedeutung waren. „Besorgniserregend empfindet der Verein zum Beispiel die Pläne zur Erweiterung der touristischen Angebote auf der Vechte und im Vechtetal und den damit verbundenen negativen Folgen für Fauna und Flora“, teilte er mit. 

Jugendwart Hermann Nortmann berichtete der Versammlung über die Jugend- und Ferienpassaktionen des Vereins. Es wurden annähernd 200 Kinder bei ihren ersten Angelversuchen betreut. Das Angeln weiterhin hoch im Kurs steht, konnte Ausbilder Theo Albering eindrucksvoll belegen. In vier Sportfischerlehrgängen wurden im vergangenen Jahr mehr als 100 neue Petrijünger ausgebildet. Ab 2013 werden die Ausbildungslehrgänge von Thomas Finck durchgeführt, da Theo Albering aus Altersgründen sein Amt abgeben möchte.

Nur eine durchwachsende Bilanz konnte Sportwart Johannes Urlitzki über die Fangerfolge bei den Gemeinschaftsfischen ziehen. Während beim Anangeln noch sehr gut und beim Pokalfischen noch gut gefangen wurde, gingen beim Abangeln im Herbst fast alle Teilnehmer als „Schneider“ – also ohne auch nur den kleinsten Fisch gefangen zu haben – nach Hause. Vereinsmeister 2011 wurde Hans-Jürgen Olthoff, der Titel des Jugendvereinsmeisters ging an Marcel Wachholz. Gleich drei Mitglieder stellten mit ihren Fängen neue Vereinsrekorde auf und erhielten dafür einen Pokal: Waldemar Weber mit einem Hecht von 26 Pfund, Holger Sauvagerd mit einem Karpfen von 37 Pfund und Frank Wegbünder mit einem Rapfen von 9 Pfund. Außerdem erhielt Alexander Weber für einen Zander von zwölf Pfund ebenfalls einen Pokal.

Vorsitzender Bönemann zeigte sich erfreut darüber, dass so viele Vereinsmitglieder über Jahrzehnte hinaus dem Sportfischerverein Nordhorn treu geblieben sind. So konnten 23 Mitglieder für eine 25-jährige, zwölf Mitglieder für 40 -jährige, zwölf Mitglieder für 50-jährige und die Mitglieder Hermann Kinne und Albert Loeks sogar für eine 60-jährige ununterbrochene Vereinsmitgliedschaft geehrt werden.

Durchaus kontrovers wurde über den Antrag eines Vereinskameraden diskutiert, der die Zulassung eines Modelbootes – ein so genannten Futterboot – als Hilfsmittel zum Fischfang forderte. Letztlich beschloss die Mitgliederversammlung mehrheitlich, dass man auch zukünftig auf den Einsatz solcher Futterboote verzichten möchte.


 

 

 

gn Nordhorn. Anfang Juni wurde das bislang größte Aalbesatzprogramm in der Geschichte des Sportfischervereins Nordhorn durchgeführt. 110 Kilogramm so genannter „Farmaale“ wurden auf bereitstehende Helfer verteilt und in die Gewässer der Grafschaft Bentheim eingebracht.

Aber auch alle anderen Grafschafter Angelvereine kamen zum vereinbarten Treffpunkt in Nordhorn, um sich an dem von der Europäischen Union geförderten Aal-Rettungsprogramm zu beteiligen und viele Kilos Farmaale in die Gewässer um Nordhorn, Neuenhaus und Schüttorf einzusetzen.

Gewässerverunreinigungen, Querverbauungen und Überfischung der Glasaal- bestände haben dazu geführt, dass der europäische Aal (Anguilla anguilla) mittlerweile als stark gefährdete Fischart gilt. Mit dem regelmäßigen Besatz der kleinen Mini-Aale versuchen die Angelvereine diese Fischart vor dem Aussterben zu bewahren. Der Aalbesatz kostet allein für den Nordhorner Verein 7900 Euro, woran sich die EU mit einem Zuschuss in Höhe von 50 Prozent beteiligt.