gn41 Pfund schwerer Karpfen neuer Rekord

GN vom 21.03.2013 Lokales    Vereinsleben


Sportfischerverein ehrt viele Mitglieder
 

jhvgn Nordhorn. 132 Mitglieder des Sportfischervereins Nordhorn sind vor Kurzem zur Jahreshauptversammlung ins Vereinslokal Bonke in Nordhorn gekommen. Der 1. Vorsitzende, Matthias Bönemann, blickte auf ein erfolgreiches, aber auch arbeitsintensives Jahr zurück. Eine Neuorganisation der Ausbildung war notwendig geworden, da Theo Albering von seiner Aufgabe im Verein zurücktritt. Als Nachfolger konnten mit Holger Sauvagerd und Thomas Fink zwei engagierte Mitglieder als zukünftige Ausbilder gefunden werden. Auch wurde ein Beamer und entsprechende Software angeschafft.

Ein weiterer Schwerpunkt war auf den Bereich der Fischereiaufsicht gelegt worden. Rund 30 Ehrenamtler sorgen für die Einhaltung der Regeln. Die Berufung von neuen Aufsehern sowie Gesetzesänderungen machte hier ein Handeln notwendig.

Jugendwart Hermann Nortmann berichtete, dass sich rund 14 freiwillige Helfer an der letztjährigen Solidarleistung „Aktion saubere Landschaft“ beteiligt hatten. Ferienpass-Angeln sowie betreutes Angeln am Lebenshilfe-See erfreuen sich weiterhin reger Nachfrage.

Ralf Schmidt, der den Bericht für die Gewässerwarte hielt, konnte von hervorragenden Fängen an den Fischgewässern berichten. Für die Besatzmaßnahmen wurden rund 28900 €Euro ausgegeben.

Vereinsmeister wurde Matthias Schwietering sowie Jugend-Vereinsmeister Steffen Hinken. Bei der Ehrung der schwersten Fische trat Maik Walkotte mit einem 41 Pfund schweren Karpfen an – ein neuer Vereinsrekord.

Bei der Neuwahl des 1. Vorsitzenden wurde Matthias Bönemann wiedergewählt. Die weiteren Vorstandswahlen ergaben folgendes Bild: 2. Vorsitzender wurde Hermann Kinne sowie Schriftführerin Gabriela Koelmann, stellvertretender Schriftführer Paul Lütkes, Jugendwarte Hermann Nortmann und Günter Hoegen. Als Gewässerwarte wurden Jens Liebermann, Hans-Jürgen Berlinke und Ralf Schmidt gewählt sowie als Sportwart Holger Niers. Ausbilder sind Thomas Fink und Holger Sauvagerd. 1. Fischereiaufseher ist Hermann Nortmann. Zum erweiterten Vorstand gehören zudem aus Nordhorn Dieter Naber, Twist Bernhard Bernsen und Schöninghsdorf Heinz Wester an.

Die Silberne Nadel für 25-jährige Mitgliedschaft erhielten: Werner Schüssler, Hans-Gerd van de Kerkhoff, Dietmar Münch, Gerhard Oldekamp, Alfred Heils, Jürgen Derks, Jürgen Herglotz, Heino Olthoff, Heiner Schonebeck, Johann Matten, Siegbert Wysotzki, Ludwig Brandt, Thorsten Hemme, Friedrich Auen, Marcus Krussig und Dr. Heiner Bouwer.

Für 40 Jahre Vereinszugehörigkeit wurden geehrt: Urkunde und Uhr: Helmut Alferink, Johannes Bült, Heinrich Dagen, Thomas Dahlke, Werner Grün, Gerhard Heet, Gerrit Hesselink, Philip Krebs, Reinhard Lagcher, Geert Oldehinkel, Heinrich Petrik, Günter Radtke, Helmut Schulte-Wilke, Rudolf Wilmes-Töller, Hindrik van der Veen und Willi Wojtenko.

Für 50 Jahre Treue erhielten Theo Albering, Werner Dierks, Wilhelm Kröner, Gerhard Leemhuis, Karl-Heinz Peters, Jan Raben, Dr. Reinhard Rieger, Walter Rossdeutscher, Wilhelm Scholte und Erwin Schwanke die goldene Nadel.


gnSportfischer greifen zu Axt und Säge

GN vomt 09.02.2013

Lokales    Nordhorn

Uferböschungen werden heute von Wucherbewuchs befreit
 Der wild wuchernde Uferbewuchs am Nordhorn-Almelo-Kanal vor der Grenzschleuse soll zurückgeschnitten werden. Der Sportfischerverein Nordhorn will am heutigen Sonnabend in einer Vereinsaktion die Uferlinie „auf den Stock setzen“. Damit soll die ursprüngliche Kanallandschaft wieder erkennbar gemacht und die Wasserqualität gesichert werden. 

gn Nordhorn. Seit Jahren führt der Nordhorn-Almelo-Kanal zwischen der Frensdorferhaar-Schleuse (Grenzschleuse) und dem Kanalweg ein Schattendasein. Während zum Beispiel die Ufer des Ems-Vechte-Kanals in Nordhorn noch regelmäßig vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) gemäht werden, wurde die Pflege des Nordhorn-Almelo-Kanals im Bereich der Blanke vor Jahren eingestellt. Begründet wurde die Einstellung der Pflege mit dem Umstand, dass der Kanal aus wasserwirtschaftlicher Sicht keine Funktion mehr hat.

nak3Mittlerweile hat sich die Uferböschung in ein undurchdringliches Buschwerk verwandelt. Vom am Kanal entlangführenden Radweg ist während der Vegetationszeit das Wasser nicht mehr zu sehen. Müll und Unrat verfängt sich in den wilden Büschen und bietet so ein unschönes Bild für Radfahrer und Spaziergänger.

„Der Kanal ist in einem derart schlechten Zustand, dass an die Ausübung der Angelfischerei nicht mehr zu denken ist“, erklärt der 1. Vorsitzende des Sportfischervereins Nordhorn, Matthias Bönemann. „Wir haben zwar das Fischereirecht an diesem Gewässer, angeln kann hier aber niemand mehr.“ Deshalb hat der Verein jetzt beim NLWKN einen Vorstoß gemacht, die Kanalböschung selbst zu pflegen. Heute wollen die Sportfischer erstmals zu Säge und Axt greifen.

„Ursprünglich wollten wir die 125 Meter lange Böschungsseite zwischen Schleuse und Südumgehung sogar komplett roden. Dies wäre allerdings für unseren gemeinnützigen Verein mit kaum erfüllbaren Auflagen verbunden gewesen“, meint Bönemann. Stattdessen hat der Verein sich mit den beteiligten Behörden darauf verständigt, das vorhandene Buschwerk zumindest „auf den Stock“ zu setzen, das heißt: bis auf etwa 20 Zentimeter über dem Boden abzuschneiden. Wegen der anstehenden Brut- und Setzzeit muss die Maßnahme noch in diesem Monat vorgenommen werden.

„Für uns ist dies ein Test“, ergänzt Bönemann. „Wir werden die Kosten für die Pflegemaßnahme komplett aus Vereinsgeldern bestreiten und müssen hinterher schauen, ob der Nutzen den nicht unerheblichen finanziellen und ehrenamtlichen personellen Aufwand auch rechtfertigt.“

Die Sportfischer hoffen, durch die Pflegemaßnahme die Bedingungen für Mensch und Tier auf diesem Kanalabschnitt dauerhaft verbessern und auch den Bewohnern der Blanke ein kleines Stück des ursprünglich sehr schönen Kanalstücks zurückgeben zu können. Denn eigentlich, so Matthias Bönemann, ist dieser Bereich des Nordhorn-Almelo-Kanals „ein hervorragendes Gewässer mit einer super Wasserqualität“. Während anderswo in den Kanälen das Wasser fast durchgängig eine meist trübe und gelbliche Farbe hat, sei es im Bereich der Grenzschleuse meistens klar und grün. Das liege am tiefliegenden Kanalprofil und mehreren Grundwasserquellen, die an dieser Stelle den Kanal stetig mit klarem Grundwasser speisten.

„Durch die großen Mengen Laub, die bei ausbleibenden Pflegemaßnahmen jedes Jahr in die Gewässer fallen, wird diese gute Wasserqualität unserer Meinung nach aber gefährdet“, meint der Vorsitzende des Nordhorner Sportfischervereins. Dadurch nehme die Artenvielfalt unter Wasser, aber auch über Wasser erheblich ab. So sei der Eisvogel, früher „Stammgast“ an der Grenzschleuse, heute dort kaum noch zu beobachten.